Starnberger Dialog
Netzwerk für ein friedliches Zusammenleben

Unsere nächsten Veranstaltungen

  • 03.10.2019 Jahrestag der Gründung des Starnberger Dialogs

    Anlässlich des dritten Jahrestages seiner Gründung unterstreicht der „Starnberger Dialog“ seine Bemühung um ein friedliches Zusamenlaben in Stadt und Landkreis Starnberg. Und schaut nach vorne. Elisabeth Fuchsenberger, Rainer Hange, Dr. Stefan Koch, Martina Neubauer und Kerstin Täubner-Benicke hatten am 3. Oktober 2016 im Starnberger Landratsamt im Beisein von Landrat Karl Roth, Starnbergs erster Bürgermeisterin Eva John und weiterer 50 Personen der Zivilgesellschaft aus der Region den „Starnberger Dialog“ ins Leben gerufen. Seitdem wurden von den Verantwortlichen und in Kooperation mit dem Dialog eine Reihe von Gedenkveranstaltungen, Kundgebungen und Aktionen durchgeführt. Bilanzierend hält der Dialog an seinem Auftrag fest. „Uns geht es weiterhin darum, ein Klima des sozialen Miteinander zu unterstützen und es, wo möglich, auch selbst zu schaffen. Wir rufen weiterhin dazu auf, die Diskriminierung von Menschen in jeglicher Form auszuschließen und sich, wo immer nötig, aktiv gegen sie zu wenden. Wir haben seit unserer Gründung vor Rassismus und Rechtsextremismus gewarnt, diese Warnung ist heute erneut aktuell und wir werden sie zu Gehör bringen: vernehmbar und mit zivilen und demokratischen Mitteln.“ Die deutschen Geschichte und mit ihren Erfahrung von Diktatur und staatlichen Verbrechen diene dem Dialog als stete Mahnung. Deshalb gehöre für ihn die jährliche Erinnerung an den Todesmarsch Dachauer Häftlinge ebenso zum Programm eines aktualisierenden Erinnerns, an dem sich der „Starnberger Dialog“ auch in Zukunft versucht, wie die jährlichen Kundgebungen zum 9. November, dem Schicksalstag der Deutschen.

  • 23.10.2019 Film "Wir sind Juden aus Breslau" 

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933. Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies (Deutsch-Polnischer Kulturpreis Schlesien 2017, Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw, Weltweit eingeladen auf bedeutende Filmfestivals) www.judenausbreslaufilm.de

Sondervorführung in Starnberg im Kino Breitwand am Mittwoch 23.10.19 um 19.30 Uhr

Mit Regisseurbesuch und anschließendem Filmgespräch
In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Starnberg und dem Starnberger Dialog
Zusätzliche Schulvorführung mit Regisseur am Donnerstag 24.10. Kino Breitwand, Wittelsbacherstraße 10, 82319 Starnberg

Protagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg,Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław

Musik: Bente Kahan, Simon Wallfisch, Patrick Grant, Carlo Altomare  

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt. 

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Pressestimmen:

Peter von Becker, Tagesspiegel: Ein filmisches Denkmal, erschütternd und erhellend. Um das Aufeinandertreffen der letzten Zeugen mit den Mädchen und Jungen von heute ziehen die Filmemacher Kaper und Szuszies ihre behutsamen Kreise: von Breslau einst und jetzt, von Orten der Emigration mit Szenen auch aus Israel, den USA oder Frankreich, im Wechsel zwischen historischen und aktuellen Aufnahmen, Einzelinterviews, Dialogen mit den Jugendlichen und erstaunlichen Begegnungen.

 Wilfried Hippen, TAZ: Mit der Veränderung des politischen Klimas in Polen hat der Antisemitismus dort neuen Auftrieb bekommen, und indem sie auch davon in ihrem Film erzählen, geben die Filmemacher ihm noch mehr Tiefe und Dringlichkeit.

Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche Zeitung: Zeugnis gegen die Unverbesserlichen. Es wird alles gesagt. Geschont wird niemand. Und das ist gut so.

Björn Schneider, Spielfilm.de: "Wir sind Juden aus Breslau" ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden Einzel- und Familienschicksalen, die der Film klug, mitreißend und zu keiner Sekunde langatmig, miteinander verwebt.

Dorothee Tackmann, Programmkino.de: In vierzehn Lebensläufen entsteht eine Reise um die halbe Welt. Eine bewegende, perspektivenreiche Dokumentation. Dieses Zusammentreffen der Zeitzeugen ist einmalig. Der Film nimmt einen gefangen.

FBW: Prädikat Wertvoll     FSK: ab 12 Jahre        Länge: 108 Minuten 

Produktion und Eigenverleih des Films wurden von der Beauftragten der Bundesregierung

  • 09.11.2019 17.00 Uhr Kirchplatz Starnberg Gedenken an die Reichspogromnacht